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  • image1 "Zeit heilt nicht alle Wunden ..."
  • image2 "Du hast uns die ganzen Jahre ohnedies mehr als genug gekostet."

    "Rabenvieh"

  • image3 "Manchmal hielt sie mich so lange unter Wasser, dass ich in meiner Angst vor dem Ertrinken ..."

    "Rabenvieh"

  • image1 "Ich sah ihr nach und unterdrückte meine Tränen so lange, bis ..."

    "Rabenvieh"

  • image2 "Verlass mich nicht, hör nie auf mich zu lieben, dann habe ich alles, was ich zum Leben brauche."

    "Beziehung Nr. 18"

  • image3 "Manchmal wusste ich bei ihm nicht, was auf mich zukam und womit ich nun wieder zu rechnen hatte ..."

    "Beziehung Nr. 18"

  • image3 "Eine vertane Chance kommt nie wieder."

    "Beziehung Nr. 18"

  • image3 "..., dass ich mich in einem wunderschönen Märchen befände, und ich hätte mir gewünscht, dass dieses nie zu Ende gehen möge."

    "Beziehung Nr. 18"

Staatsakt - Geste der Verantwortung

 
 
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Im November 2016 fand im historischen Sitzungssaal des österreichischen Parlaments die Geste der Verantwortung statt. Die Geste der Verantwortung war ein Zeichen der Republik Österreich, dass das geschehene Leid an ehemaligen Heim- und Pflegekindern nun nicht mehr totgeschwiegen werden sollte.

Ganz nach dem Motto: „Es kann nicht sein, was nicht sein darf“, hat die Politik Jahrzehnte dazu geschwiegen. Doch das Schweigen alleine war es nicht. Man hat allen Betroffenen unterstellt, dass alles nur an den Haaren herbeigezogen sei, man sich Geld (vom Staat) erschleichen wolle. Die körperlich und seelischen Misshandlungen sowie sexuellen Übergriffe in staatlichen Einrichtungen und/oder Pflegefamilien, seien laut Politik (und mancher Gesellschaftsgruppen) nur dem Gedankengut der Betroffenen entsprungen. Zahlreiche Ergebnisse von Untersuchungskommissionen und unabhängigen Studien, die allesamt das Gegenteil über die Geschehnisse in Heimen und/oder Pflegefamilien aufzeigten, sollten ebenfalls unter Beschluss gehalten werden. Auf diese Art und Weise hatte man versucht, das Geschehene totzuschweigen, nicht an die Oberfläche kommen zu lassen; die breite Öffentlichkeit sollte davon nie etwas erfahren.

Fakt ist, dass die jahr(zehnt)elange körperliche und seelische Gewalt in Heimen und/oder Pflegefamilien massive Auswirkungen auf das Erwachsenenleben hat. Ein Großteil der einstigen Heim- und/oder Pflegekinder sind von den einstigen Ereignissen bis heute schwer traumatisiert. Gewalt, in welcher Form auch immer sie aufgeübt wurde, hat zahlreichen Betroffenen die Entwicklungs- Berufs- und Lebenschancen genommen, vielen Betroffenen sogar jegliche Lebensperspektive... Sie sind im Erwachsenenalter an der Last des ihnen zugefügten Leids zerbrochen - und haben den Freitod als einzigen Ausweg gesehen.  
Tausende Geschädigte haben jahrelang für die Aufarbeitung dieses erlittenen Unrechts gekämpft. Ein Kampf, der viele Jahre schier aussichtslos schien, da weder Kirche noch Staat sich ihrer Verantwortung stellen wollten. Der unermüdliche Kampf um die Aufarbeitung dieser begangenen Gräueltaten sollte aber eines Tages das Unmögliche möglich machen - die Geste der Verantwortung am 17. November 2016!