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  • image1 "Zeit heilt nicht alle Wunden ..."
  • image2 "Du hast uns die ganzen Jahre ohnedies mehr als genug gekostet."

    "Rabenvieh"

  • image3 "Manchmal hielt sie mich so lange unter Wasser, dass ich in meiner Angst vor dem Ertrinken ..."

    "Rabenvieh"

  • image1 "Ich sah ihr nach und unterdrückte meine Tränen so lange, bis ..."

    "Rabenvieh"

  • image2 "Verlass mich nicht, hör nie auf mich zu lieben, dann habe ich alles, was ich zum Leben brauche."

    "Beziehung Nr. 18"

  • image3 "Manchmal wusste ich bei ihm nicht, was auf mich zukam und womit ich nun wieder zu rechnen hatte ..."

    "Beziehung Nr. 18"

  • image3 "Eine vertane Chance kommt nie wieder."

    "Beziehung Nr. 18"

  • image3 "..., dass ich mich in einem wunderschönen Märchen befände, und ich hätte mir gewünscht, dass dieses nie zu Ende gehen möge."

    "Beziehung Nr. 18"

 
Rabenvieh
 
Unsere Gesellschaft war noch nie in ihrer Geschichte so reich – und doch so arm. In einer Gesellschaft, in der echte Werte wie Liebe, Zusammengehörigkeit, Freundschaft, Familie eine immer kleinere Rolle, Materialismus, Konsum, Stress eine immer größer werdende Rolle spielen. Misshandlungen von Kindern ist ein aktuelles und großes Thema in unserer materiell ausgerichteten Gesellschaft.
Zahlreiche Fälle von Kindesmisshandlungen erschüttern immer wieder die Öffentlichkeit. Alle sind betroffen, dass in nächster Nähe Kinder vernachlässigt, geschlagen, gequält, psychisch misshandelt oder missbraucht werden. Niemand hat etwas gesehen oder gehört, andere möchten sich wiederum in Angelegenheiten anderer nicht einmischen.
In all den Jahren habe ich viele versteckte Hilferufe nach außen gesendet, doch niemand hat sie gehört oder gesehen. Die offenen Hilferufe, die ich ausgesprochen hatte, haben mir nicht geholfen. Der Traum von einem gewaltfreien Leben durch Hilfe von außen zerplatze wieder und wieder wie eine Seifenblase.  

Rabenvieh
 soll zu mehr Sensibilität beitragen, die Menschen dazu bewegen, Hilfe zu leisten, sich im Ernstfall an Hilfsorganisationen und Behörden zu wenden – einfach tätig zu werden!





Beziehung Nr.18

Abhängige Liebe ist ein weit verbreitetes und komplexes Phänomen - ein Zusammenspiel vieler (ungünstiger) Faktoren. Es ist ein schleichender Prozess, in dem über einen längeren Zeitraum der eigene Wille ganz allmählich und in zunehmendem Maße verloren geht. Selbst wenn man bemerkt, dass hier etwas abseits der Normalität geschieht, so erscheint einem das Ausbrechen aus dieser Verbindung nahezu unmöglich. Nicht, weil man es nicht möchte, nein, weil man es (ohne Hilfe von außen) nicht kann. 
Eine Beziehung, in der eine Abhängigkeit besteht, kann niemals auf gleicher Ebene funktionieren. Durch die Über- bzw. Unterordnung entsteht ein Missverhältnis, das niemals in Form einer gleichberechtigten Partnerschaft gelebt werden kann. Diese Verbindung wird meist gar nicht absichtlich so eingegangen, sondern entwickelt sich im Laufe der Zeit aufgrund verschiedenster Faktoren.

Stellen Sie sich vor, Sie verspüren den ständigen inneren Drang, jederzeit für Ihren Partner erreichbar sein zu müssen. Sie fühlen sich von Ihrem inneren Kritiker genötigt, Ihren Tagesablauf voll und ganz (und in jeder Hinsicht) komplett auf Ihren Partner einzustellen. Sukzessive verlieren Sie Ihre Ziele, Wünsche und Träume aus den Augen, stattdessen beginnen Sie, Ihr Leben nur noch nach den Wünschen Ihres Partners zu leben. Einerseits, weil er/sie es von Ihnen erwartet, andererseits, weil es da noch Ihren inneren Kritiker gibt, der es Ihnen nicht gestattet, "Nein" zu sagen. Ein beklemmendes Gefühl, oder? 


Für Außenstehende ist eine solche Beziehung meist nicht nachvollziehbar. Angehörige, Freunde und Kollegen reagieren mit Unverständnis und Kopfschütteln. Schlimmer noch: Abhängigkeit in einer Liebesbeziehung wird von vielen Menschen mit mangelnder Intelligenz gleichgesetzt, schlicht und einfach als Dummheit tituliert. Doch das ist ein Irrtum. Abhängigkeiten dieser Art haben meist andere Ursachen und können auch auf sonst intelligente Menschen wie Hochbegabte, hoch gestellte Wissenschaftler, Wirtschaftsmanager etc., zutreffen.

Ist die Beziehung irgendwann zu Ende, heißt das nicht, dass das Leid ein Ende genommen hat. Ganz im Gegenteil. So eine Beziehung hinterlässt Spuren, tiefste Spuren. Die Tatsache, dass man doch alles getan hat, lässt einem in tiefste Depressionen fallen. Je größer die Abhängigkeit in der Beziehung war, desto schlimmer sind auch die "Nachbeben". Der Schmerz, alles in der Macht stehende getan zu haben, sich selbst und vielleicht auch noch seine gesamte Existenz aufgegeben zu haben, ist weitaus intensiver, als der ohnehin schon quälende Schmerz eines normalen Liebeskummers. Das ohnedies stark angekratzte Selbstwertgefühl liegt nun endgültig im Keller.
Kommen noch andere erschwerende Faktoren hinzu, kann der Schmerz so groß werden, dass man mit dem Gedanken spielt, sich selbst das teuerste zu nehmen, was es gibt – das Leben. Jedes Jahr nehmen sich viele Menschen aus Liebeskummer das Leben.
Auch ich dachte damals, dass nur der Tod Erlösung bringen könnte. Woher mein plötzlicher Kampfgeist, der buchstäblich im letzten Moment über mich gekommen war, auch immer gekommen sein mag, so steht eines fest: Beziehung Nr.18 hat mich an meine ganz persönliche Belastbarkeitsgrenze gebracht - und mich nachhaltig geprägt.

Beziehung Nr.18 - ein Lehrstück über obsessive Liebe und ihre möglichen Folgen.

 
 
 
 

Ein Teil der Reinerlöse aus den Publikationen kommt sozialen Einrichtungen und/oder traumatisierten (Pflege-) Kindern zugute.